Unsere Zahl des Monats | VS

Letzte Suchanfragen

Unsere Zahl des Monats | VS

Zahl des Monats 19

Fast jeder fünfte junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren in Deutschland hat keinen Berufsabschluss: 2023 lag die Quote bei 19,0 ProzentDas entspricht rund 2,86 Millionen jungen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium. 

Das zeigt der Datenreport zum Berufsbildungsbericht des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis des Mikrozensus. Zum Vergleich: 2020 lag der Anteil noch bei 15,5 Prozent, 2021 bei 17,8 Prozent, 2022 bereits bei 19,1 Prozent. Der Anstieg der vergangenen Jahre hat sich damit auf hohem Niveau eingependelt.
 

Was steckt hinter dieser Entwicklung?

Die Corona-Jahre haben Spuren hinterlassen: Praktika fielen aus, Beratungsangebote in Schulen pausierten, Ausbildungsbetriebe zogen sich zurück – und der Übergang von der Schule in den Beruf wurde für viele Jugendliche brüchiger. Besonders betroffen sind junge Menschen ohne Schulabschluss: Mehr als drei Viertel von ihnen (77,5 Prozent) bleiben auch ohne Berufsabschluss. Bei jungen Menschen mit Studienzugangsberechtigung liegt die Quote dagegen nur bei 7,9 Prozent. Der Schulabschluss entscheidet also maßgeblich über die Chancen im Übergang.

Was bedeutet das für Schule und Arbeitswelt?

Der Übergang zwischen beiden Welten braucht mehr Aufmerksamkeit, mehr Begleitung und mehr gute Lernorte – in der Schule genauso wie im Betrieb. Denn wer den Anschluss früh verliert, findet nur schwer wieder zurück. Und die Wirtschaft kann angesichts des Fachkräftemangels auf niemanden verzichten.

Quelle:

BIBB-Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2025