Zahl des Monats 7

Das durchschnittliche menschliche Kurzzeitgedächtnis kann nur eine bestimmte Anzahl an Informationen gleichzeitig verarbeiten und speichern – nämlich sieben. Dies ist ein grundlegendes Konzept der Lern- und Kognitionspsychologie, die von George A. Miller geprägt wurde.
Wie funktioniert das Konzept?
Die begrenzte Menge an Informationseinheiten liegt laut George A. Miller bei 7±2. Daher wird die 7 auch als „Millersche Zahl“ bezeichnet. Das Entscheidende daran ist, dass die Größe des Kurzzeitgedächtnisses nicht gesteigert werden kann. Falls also die Anzahl der Informationseinheiten überschritten wird, kann der Durchschnittsmensch nicht alles speichern.
Wie kann man das Konzept für sich nutzen?
- Bei Präsentation sollten die Powerpoint-Folien nicht mehr als sieben Aussagen formulieren
- Lerninhalte sollten sinnvollerweise in sieben Arbeitsschritte unterteilt werden
- Rubriken auf Internetseiten sollten auf sieben begrenzt sein
- Zusammenfassende Listen, Organisationen oder die Darstellung komplexer Probleme sollten die maximale Anzahl von sieben Punkten nicht überschreiten
„Pause machen ist der am meisten unterschätzte Produktivitätsfaktor.“
K. Wolf

Historischer Hintergrund
1956 veröffentlichte der Psychologe George A. Miller einen Artikel darüber, wie viele kurzzeitig gezeigte Informationen ein durchschnittlicher Mensch speichern kann. Doch er war nicht der erste, der sich damit beschäftigte, da vor ca. 300 Jahren John Locke ebenfalls das sogenannte „Seven Phenomenon“ entdeckte.

Kleine Zahl, große Wirkung
Die Zahl Sieben zeigt uns nicht nur die Grenze unseres Gedächtnisses, sondern erinnert auch daran, dass der Mensch von Natur aus nicht dafür geschaffen ist, alles zu speichern. Wenn man dieses Wissen bewusst nutzt und im Alltag anwendet, kann es eine überraschend große Wirkung entfalten.
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