Zahl des Monats 80.000

Die Babyboomer-Generation verlässt den Arbeitsmarkt. Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) gehen derzeit rund 80.000 Menschen pro Monat in Altersrente. Bis 2036 werden es insgesamt 16,5 Millionen sein, während im selben Zeitraum nur 12,5 Millionen junge Menschen nachrücken.
Das bringt Engpässe mit sich. Besonders betroffen vom Fachkräftemangel ist die Pflege. In zehn Jahre gehen voraussichtlich 22 Prozent der Pflegekräfte in Rente.
Aber auch im Handwerk und Bau sieht die Zukunft heikel aus: In den kommenden fünf Jahren steht in jedem zehnten Handwerksbetrieb der Generationswechsel an. Wenn sich kein Nachfolger findet, stirbt der Betrieb, und die Arbeitsplätze gehen verloren, obwohl die Nachfrage nach handwerklichen Dienstleistungen hoch ist.
Laut IHK-Fachkräftereport 2025/2026 erwarten über vier Fünftel der Unternehmen auch künftig negative Folgen durch den Arbeits- und Fachkräftemangel.
80.000 Menschen gehen derzeit pro Monat in Deutschland in Altersrente.
DGUV

Der treibende Faktor beim Fachkräftemangel ist der demografische Wandel. Dazu kommen weitere Ursachen:
- Deutschland steht bei der Arbeitgeberattraktivität für Fachkräfte aus dem Ausland nur auf Platz 15.
- Interne Qualifizierung ist bei weniger als einem Drittel der Unternehmen ein Thema. Beides ließe sich ändern.
Positive Auswirkungen könnte auch haben, ältere Arbeitnehmer länger zu halten, den Quereinstieg zu fördern oder – was nicht in allen Branchen gleichermaßen möglich ist – unterstützend KI einzusetzen.
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